Feinstanz-, Umform- und Zerspanungswerkzeuge unterliegen völlig unterschiedlichen Belastungen und trotzdem lässt sich ihre Standzeit über denselben Ansatz verlängern: eine kontrollierte Vor- und Nachbehandlung der Werkzeugoberfläche und Schneidkante vor der Beschichtung.

Feinstanzwerkzeuge

Bei Feinstanzwerkzeugen entscheidet vor allem die Kantenqualität über die Bauteilqualität. Jede Unregelmäßigkeit an der Schneide bildet sich im Stanzteil ab. Verschleiß zeigt sich hier zuerst als Grat und Maßabweichung, lange bevor das Werkzeug sichtbar beschädigt ist. Mit µSHAPE bereiten wir die Schneidkante so vor, dass sie länger präzise Konturen liefert, statt frühzeitig nachgeschliffen werden zu müssen.

Umformwerkzeuge

Umformwerkzeuge stehen unter hoher Flächenpressung und Reibung. Verschleiß äußert sich vor allem als Kaltverschweißung und Oberflächenaufbau, der die Werkstückqualität zunehmend verschlechtert. µPRESS optimiert die Mikrostruktur der Funktionsflächen gezielt für reduzierte Reibwerte, was Aufbauschneidenbildung verzögert und die Standzeit verlängert.

Zerspanungswerkzeuge

Bei Fräsern, Bohrern und Wendeschneidplatten ist die Schneidkantenpräparation vor der Beschichtung der entscheidende Faktor. Eine unkontrollierte Kantenverrundung (siehe unser Beitrag zum K-Faktor) führt zu vorzeitigem Beschichtungsausfall an der Belastungszone. Mit den rapidcut-Verfahren für Fräs-, Bohr- und Wendeschneidplatten-Anwendungen bringen wir die Kante in einen reproduzierbaren, messbar optimalen Zustand.

Gemeinsamer Nenner

Ob Feinstanz-, Umform- oder Zerspanungswerkzeug: Wer die Standzeit spürbar verlängern will, muss vor der Beschichtung ansetzen. Unsere Beratungskompetenz über die gesamte Fertigungskette macht Sie dabei unabhängig vom gewählten Beschichter.

Komplette Behandlung oder einzelne Schritte wählen

Die Komplettbehandlung reicht von der Vorbehandlung über die Beschichtung bis zum Finishing. Genauso ist es möglich, einzelne Schritte selbst zu realisieren. Fragen Sie unsere Experten nach dem besten Weg!

 

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Ihre Experten für Werkzeug-/Schneidkantenverschleiß, Kantenverrundung, Oberflächen-/Mikrostrukturierung uvm.

Ein K-Faktor um 1 gilt als Zielwert für eine ausgewogene Schneidkantenverrundung und trotzdem bleibt er in der Praxis oft dem Zufall überlassen. Das Verhältnis von Verrundung an Span- und Freifläche entscheidet mit darüber, ob eine PVD- oder CVD-Beschichtung gleichmäßig hält oder genau an der Kante vorzeitig versagt.

 

Sinnvolle Zielwerte bewegen sich je nach Anwendung meist zwischen 0,5 und 2. Entscheidend ist weniger der exakte Wert als die kontrollierte, reproduzierbare Einstellung vor der Beschichtung.

Der K-Faktor ist mehr als eine akademische Kennzahl

Ein unkontrolliert präparierter K-Faktor gehört zu den häufigsten Ursachen dafür, dass beschichtete Werkzeuge ihr Standzeitpotenzial nicht ausschöpfen – unabhängig davon, wie hochwertig die Beschichtung selbst ist. Wer die Kantenverrundung nur „irgendwie“ vorbereitet, überlässt die Beschichtungshaftung dem Zufall.

Unser Ansatz mit µPREP

Mit µPREP bringen wir Schneidkante und Oberfläche vor der Beschichtung in einen messbar definierten, reproduzierbaren Zustand, inklusive kontrolliertem K-Faktor. Das Ergebnis ist eine Beschichtung, die gleichmäßig hält, und ein Werkzeug, das sein Standzeitpotenzial tatsächlich ausschöpft.

 

Mehr zum Thema Vorbehandlung vor der Beschichtung finden Sie auf unseren Wissens-Seiten.